

26.05.26 –
Welche Bushaltestelle bekommt eine Bank?
Auf den Bus warten und dabei im Sitzen verschnaufen können – das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, oder? Gerade für ältere Mitbürger*innen, Schwangere, Kranke und Menschen mit Behinderung sind Sitzmöglichkeiten wichtig, um sich sicher durch die Stadt bewegen zu können. Doch leider sind noch immer viel zu viele Haltestellen in Weimar in einem nicht kundenfreundlichen Zustand – keine Sitzmöglichkeiten, keine Schattenspender. Das muss sich ändern! Auf unsere Initiative hin gibt es im städtischen Haushalt nun etwas Geld, um nach und nach Bänke auch an Haltestellen aufzustellen. Sie kennen eine Haltestelle, die dringend eine Bank braucht? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an fraktion@gruene-weimar.de .
Doch damit unsere Stadt wirklich lebenswert für alle ist, braucht es weitere Maßnahmen. Zum Aktionstag im Mai haben hunderte Menschen mit Behinderung lautstark und bunt gezeigt: die Hürden für echte Inklusion sind noch immer zu hoch – obwohl Teilhabe ein Menschenrecht ist. Rumpelndes Kopfsteinpflaster, fehlende Rampen und Aufzüge, integrative Arbeitsmöglichkeiten außerhalb von Werkstätten, barrierefrei zugängliche Freizeitmöglichkeiten, inklusive Beschulung – es gibt viel zu tun in unserer Stadt. Auch die Umsetzung des Toilettenkonzepts und damit mehr öffentlich zugängliche Toiletten sind dafür wichtig. Von einer inklusiven Stadt profitieren letztlich alle – mit genügend Sitzgelegenheiten, breiten, gut ausgebauten Gehwegen, Schatten für Abkühlung im Sommer und gut zugänglichen öffentlichen Gebäuden. Das muss man nicht nur wollen, sondern auch Geld dafür bereitstellen. Die Investitionen in diesem Bereich lohnen sich – sie machen unsere Stadt besser und unsere Gesellschaft bunter.
Für die Fraktion: Ann-Sophie Bohm
Kategorie
Demokratie und Gerechtigkeit | Haushalt und Finanzen | Rathauskurier | Weimar Fraktion