

08.07.26 –
Hat Ihnen die Hitze in den letzten Wochen auch so zu schaffen gemacht? Unsere Stadt heizt sich durch die Klimakrise immer mehr auf.Statt für Abkühlung zu sorgen, lässt der Oberbürgermeister eine der wichtigsten Kaltluftschneisen Weimars mit Einfamilienhäusern bebauen.
Richtig ist: Weimar braucht bezahlbaren Wohnraum, vor allem für Alleinstehende und Familien. Sollte man Klimaziele aufzugeben, um endlich mehr zu bauen? Nein! Es geht vollkommen an den Bedarfen vorbei, im Merketal Einfamilienhäuser neu zu bauen, wie es der Oberbürgermeister durchgedrückt hat. , Es spricht vieles gegen ein Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern: Hohe Kosten - Häuser für über 400.000 Euro können sich höchstens Bestverdienende oder Erben leisten. Demografisch kurzsichtig - unsere Stadt wird in den nächsten 20 Jahren tausende Menschen verlieren . Nicht zu vergessen eine miserable Klimabilanz und ein hoher Versiegelungsgrad, der die Kaltluftzufuhr für alle Stadtbewohner*innen unterbricht. Die Hitzewelle der letzten Wochen zeigt, wie fahrlässig es ist, das Merketal als Fläche mit „sehr hohem Schutzbedarf der stadtklimatischen Funktion“ ( siehe Stadtklimaanalyse) zu bebauen. Der
Oberbürgermeister ignoriert seine eigene Stadtklimaanalyse und drückt die knappe Entscheidung mit rechten Mehrheitendurch den Stadtrat.
Was das Wohnen bezahlbar macht? Wir machen viele Vorschläge: Beim Land Druck machen, dass die Mietpreisbremse auch endlich in Weimar gilt, . Den „Bauturbo“ wollen wir zielgerichtet einsetzen,Beteiligungskultur erhalten und die Umwelt schonen. Besonders in den Sanierungsgebieten Innenstadt und Nordvorstadt kann neuer, günstiger Wohnraum entstehen – dafür nutzen wir die Ausgleichsbeiträge. Dies sind drei unserer aktuellen Vorschläge, um die Wohnungskrise wirksam zu bekämpfen ohne dabei die Klimakrise zu ignorieren.
Für die Fraktion: Anton Brokow-Loga
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Rathauskurier | Stadtentwicklung und Bauen | Umwelt | Weimar Fraktion