

12.06.26 –
Wohnen ist ein Menschenrecht. Für zu viele Menschen auch in Weimar wird es dagegen immer schwerer, bezahlbaren, angemessenen Wohnraum zu finden.
"Auf die zunehmende Wohnungsnot muss die Stadtspitze reagieren, tut sie aber nicht. Die Forderung nach neuen Einfamilienhäusern wie jetzt im Merketal löst keine der Probleme. Statt neuer Einfamilienhäuser braucht Weimar bezahlbaren Wohnraum, gerade im Bereich ganz kleiner und größerer Wohnungen. Das Wohnungsmarktkonzept Weimar 2019-2023 wurde ohne Nachfolger beerdigt. Eine Strategie, um endlich mehr bezahlbaren Wohnraum für Alleinstehende und Familien zu schaffen, hat die Stadtspitze nicht," erklärt Andreas Leps Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat.
Deshalb hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN drei Anträge zum Wohnen neu in der Stadtrat eingebracht.
"Die stetige Erhöhung des Mietniveaus bei Neuvermietungen kann durch eine Preisbremse gedämpft werden. Während das Land für Erfurt und Jena eine Mietpreisbremse erlassen hat, wird Weimar das verweigert. Wir sehen dagegen mehrere Kriterien erfüllt und fordern daher den Oberbürgermeister auf, dies beim Land vorzubringen und eine Bremse der Neumieten auch für Weimar zu fordern."
"Zugleich regen wir an, in der Innenstadt und der Nördlichen Innenstadt preislich attraktive Wohnungen durch die Stadt zu ermöglichen. Wir schlagen vor, Neubau, Ankauf, Umbau oder Sanierung von Wohnungen mit den Einnahmen aus den Ausgleichsbeiträgen der Sanierungsgebiete zu fördern – wenn im Gegenzug die Wohnungen preisgebunden angeboten werden. Über 7 Mio. Euro stehen zur Verfügung, weitere Mittel fließen bis 2029 zu. Entscheidend ist schnelles und entschlossenes Handeln der Stadtverwaltung. Wir wollen nicht, dass das Geld der Bürger*innen einfach nur im Straßenbau versackt."
"Der 3. Antrag befasst sich mit der zielgerichteten Anwendung des „Bau-Turbo“ in Weimar. Die weitere Entwicklung der Stadt braucht klare Ziele. Wesentlich ist für uns dabei die Innenentwicklung, der Außenbereich muss geschont werden, um nicht noch mehr Flächenfraß zu fördern. Jedes neues Bauvorhaben soll versiegelungsarm sein und klimaresiliente Siedlungsentwicklung fördern. Dass dies möglich ist, zeigen andere Städte. Angesichts des auch in Weimar deutlich merkbaren Klimawandels, heißer und trockener, sind diese Ziele auch dringend notwendig, Abweichungen müssen vermieden werden," so Andreas Leps abschließend.
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Pressemitteilung Grüne Fraktion Weimar | Stadtentwicklung und Bauen | Weimar Fraktion