

18.06.26 –
Gemeinsame Pressemitteilung, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE im Weimarer Stadtrat
„Unser klarer Favorit ist und bleibt das Konzept von Lesch und Graubner. Dadurch würde das Haus der Frau von Stein der ganzen Stadtgesellschaft zur Nutzung offen stehen und zu einem lebendigen Ort der Musik, Bildung und Begegnung werden. Das Konzept gibt nicht nur dem erfolgreichen und beliebten Kinder- und Jugendchor schola cantorum ein sicheres Zuhause, der ab September kein dauerhaftes Domizil mehr hat, sondern überzeugt auch durch ein rundum tragfähiges Konzept, auch wirtschaftlich. Das Humboldt-Labor zur Lehrer*innenbildung hat Potenzial ganz neue Zielgruppen nach Weimar zu holen und damit auch Wirtschaftsförderung zu betreiben. Mit den mietbaren Arbeitsplätzen, Büros und offenem Veranstaltungssaal würde Weimar zudem wieder ein für die Stadtbevölkerung zugängliches Haus zu günstigen Konditionen bekommen, das unserer Stadt derzeit fehlt. Daher haben wir diesem Konzept unsere Stimmen gegeben“, so Andreas Leps, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen.
„Die Mal- und Zeichenschule leistet unbestritten eine tolle Arbeit. Diese wird von der Stadt ja bereits mit großzügigen Konditionen unterstützt, wenn auch der Wunsch nach einem großen Veranstaltungssaal verständlich ist. Und doch sind viele Fragen offen geblieben, beispielsweise nach der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Konzepts der Mal- und Zeichenschule und ob dadurch ein höherer Zuschussbedarf für die Stadt entsteht. Schließlich würde so die genutzte Fläche für die Zeichenschule fast verdreifacht. Wir hätten uns insgesamt gewünscht, mehr Zeit zu haben, um diese wichtige Entscheidung zu diskutieren. Es war ein viel zu kurzer Zeitrahmen für einen wirklichen Willensbildungsprozess und für Lösungen, die mehrere Bewerbungen kombinieren könnten. Im Kulturausschuss haben alle Fraktionen bekräftigt, dass eine Entscheidung jetzt noch nicht möglich ist. Die wiederholte vom Oberbürgermeister auferlegte Schnelligkeit bei immens wichtigen Entscheidungen für die Stadt spiegelt uns als Stadträt:innen, dass wir nicht ernst genommen werden. Wir haben daher mehrmals eine Vertagung beantragt und bedauern sehr, dass dieser von der Mehrheit des Stadtrates nicht stattgegeben wurde“, so Marit Haferkamp, Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE.
Kategorie
Bildung und Soziales | Demokratie und Gerechtigkeit | Kultur | Weimar Fraktion
Im Mai 2007 wurden die ersten drei Stolpersteine in Weimar verlegt. Unser Kreisverband hat damals die Patenschaft für einen weiteren Stolperstein, der im folgenden Jahr am 7. Mai in Weimar verlegt wurde, übernommen. Dieser erinnert an Richard Kohlmann (Carl-von-Ossietzky-Straße 18), den ersten Bürger Weimars, der 1937 im KZ Buchenwald ermordet wurde.
2018 beschloss der Vorstand unseres Kreisverbandes für die Verlegung eines weiteren Gedenksteins Pate zu stehen. Dieser wurde am 16. August 2021 zum Gedenken an Karl Sachs, den jüngsten Sohn des Gründers des Weimarer Kaufhauses Sachs & Berlowitz in der Schillerstraße 17-19, vor seinem letzten Wohnort in Weimar in der Brucknerstraßee 11 verlegt, jedoch zu unserem großen Entsetzen noch in der darauffolgenden Nacht gestohlen (s. TA vom 19. August 2021). Ein Ersatz konnte zum Glück sogleich angefertigt werden.