

21.01.26 –
Antragstext:
Der Stadtrat möge beschließen:
1. Die Weimar GmbH sowie die Stadtverwaltung werden aufgefordert, künftig keine Werbung mehr für Auftritte des „Grand Classic Ballet“ vorzunehmen. Stattdessen soll bei allen notwendigen Veröffentlichungen darauf hingewiesen werden, dass es sich bei dem Grand Classic Ballet um das Moskauer Staatsballett handelt, das als staatlich gelenkter Kulturbetrieb die russische Kriegskasse aufbessert.
2. Die Weimar GmbH wird beauftragt, das Grand Kyiv Ballet für Auftritte in Weimar anzufragen und entsprechend zu buchen.
Begründung:
Im Dezember des vergangenen Jahres gastierte erneut das russische Staatsballett in der Weimarhalle, das sich hinter dem Namen „Grand Classic Ballet“ verbarg. Der Kulturbetrieb in Russland ist staatlich gelenkt und sorgt durch Auslandstouren wie diese für Einnahmen in die Kriegskasse des Aggressors Russland, der mit seinem Krieg gegen die Ukraine Tausenden das Leben kostet und den Frieden Europas angreift. Viele Menschen besuchen das Ballett im guten Glauben und ohne eine Ahnung, dass sich dahinter ein russischer Kulturbetrieb verbirgt. Selbst wenn die Weimarhalle das Ballett aufgrund des Kontrahierungszwang nicht abweisen könnte, sollte Besucher*innen transparent gemacht werden, wer sich hinter dem Grand Classic Ballet verbirgt, sowie eine Unterstützung des Balletts auf das rechtliche Minimum beschränkt werden.
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Im Mai 2007 wurden die ersten drei Stolpersteine in Weimar verlegt. Unser Kreisverband hat damals die Patenschaft für einen weiteren Stolperstein, der im folgenden Jahr am 7. Mai in Weimar verlegt wurde, übernommen. Dieser erinnert an Richard Kohlmann (Carl-von-Ossietzky-Straße 18), den ersten Bürger Weimars, der 1937 im KZ Buchenwald ermordet wurde.
2018 beschloss der Vorstand unseres Kreisverbandes für die Verlegung eines weiteren Gedenksteins Pate zu stehen. Dieser wurde am 16. August 2021 zum Gedenken an Karl Sachs, den jüngsten Sohn des Gründers des Weimarer Kaufhauses Sachs & Berlowitz in der Schillerstraße 17-19, vor seinem letzten Wohnort in Weimar in der Brucknerstraßee 11 verlegt, jedoch zu unserem großen Entsetzen noch in der darauffolgenden Nacht gestohlen (s. TA vom 19. August 2021). Ein Ersatz konnte zum Glück sogleich angefertigt werden.