14.09.2020

Öffentliche Trinkwasserspender für alle

Pressemitteilung, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Weimarer Stadtrat, 14.09.2020

GRÜNE Fraktion: Weimar muss sich auf zunehmende Hitze einstellen und Strategien zur Anpassung an Dürre und Klimawandel entwickeln

Hitzewellen haben besonders in den Städten, so zeigen verschiedene Veröffentlichungen, teils drastische gesundheitliche Auswirkungen. "Darunter leiden vor allem chronisch Kranke, Ältere, Kleinkinder, Schwangere und Menschen mt Übergewicht", so Andreas Leps, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. "Jede Hitzewelle fordert allein in Deutschland tausende Todesopfer, vor allem Ältere. Viele Städte haben darauf reagiert und bieten ihren Bewohner*innen und Gästen die Möglichkeit einer kostenlosen Erfrischung mit Trinkwasser an Brunnen oder Spendern an, um sie vor der Hitze und deren Auswirkungen zu schützen. Darunter sind u.a. unsere Nachbarstadt Erfurt oder auch Bamberg, diese gekennzeichnet durch eine ähnlich touristische Bedeutung und Größe wie Weimar."
Die grüne Fraktion hat deswegen bereits vor dem Hitzesommer einen Antrag eingebracht, um öffentliche Trinkwasserspender in Weimar voranzubringen. "Die hervorragende Leitungswasserqualität in Weimar, strenger kontrolliert als "Flaschenwasser", die gesundheitlichen Vorteile, Vermeidung von Plastik, erhöhte Lebensqualität und breites öffentliches Interesse an Trinkwasserspendern sprechen für uns klar für die Realisierung auch in Weimar", so Leps weiter.
Mit dem Antrag soll die Stadtverwaltung Vorschläge zur Realisierung zunächst auf dem Goetheplatz, Theaterplatz, Markt, Herder- und Bahnhofsvorplatz aufzeigen. "Das könnte zum Beispiel auch zusammen mit öffentlichen Toiletten geschehen. In einem zweiten Schritt soll dann geprüft werden, an welchen weiteren Stellen in der Kernstadt sowie jedem Ortsteil mind. ein Trinkwasserspender aufgestellt werden kann. Dabei müssen alle Möglichkeiten der Umrüstung bestehender Brunnen, bzw. der Integration in bestehende Bauplanungen ebenso einbezogen werden wie Möglichkeiten zur Förderung und Finanzierung." Die grüne Fraktion hofft auf breite Unterstützung ihres Anliegens.

"Die Auseinandersetzung mit und Anpassung an den Klimawandel ist eine der dringlichen Aufgaben jeder Kommune. Auch die Stadt Weimar muss sich auf zunehmende Starkregenereignisse, Perioden intensiver Hitze oder Dürreperioden einstellen und u.a. die Infrastruktur darauf ausrichten.", erläutert Andreas Leps. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat zu diesem Themenkomplex als ersten Schritt eine Anfrage zu Strategien zum Umgang mit der Dürre für die kommende Stadtratssitzung eingereicht. Darin fragt die Fraktion u.a. zu einer Strategie der Stadt für die Zukunft sowie konkret zu Wassersparmaßnahmen oder einem Entnahmeverbot für Ilmwasser.

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